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Innenräume mit dem Handy fotografieren: eine Wohnung wie ein Profi ablichten

Veröffentlicht 14. Juli 2026 · 13 Min. Lesezeit

Ein modernes Handy hat eine gute genug Kamera, um Innenraumfotos zu liefern, die auch auf einem Immobilienportal bestehen. Den Unterschied zwischen einem amateurhaften und einem professionellen Bild macht dabei selten der Preis des Geräts — ihn machen die Vorbereitung, das Licht und die Art, wie Sie das Handy halten und einstellen. Das schafft jeder Makler, der sich ein paar Grundregeln aneignet und aufhört, sich auf die Automatik zu verlassen.

Dieser Artikel geht ausschließlich um die mobile Innenraumfotografie. Wir wiederholen nicht die allgemeinen Ratschläge, wie man das Fotografieren einer Immobilie als Ganzes angeht — die finden Sie im Artikel Immobilie für den Verkauf fotografieren. Hier gehen wir eine Ebene tiefer: wie Sie das Handy konkret einstellen, wo Sie sich hinstellen, wann Sie HDR einschalten und wann nicht und wie Sie die Fotos so schnell verfeinern, dass sie geräumig und naturgetreu wirken.

Wir gehen es in der Reihenfolge durch, in der Sie beim Fotografieren tatsächlich vorgehen: zuerst bereiten Sie den Raum vor, dann das Handy, dann meistern Sie Licht und Komposition, sorgen für Stabilität und bearbeiten die Fotos zum Schluss schnell. Am Ende finden Sie eine Checkliste, die Sie direkt vor Ort durchgehen können.

Den Raum vor dem Fotografieren vorbereiten

Fotografisch lässt sich ein unvorbereiteter Raum nicht retten. Aufräumen und Vorbereitung wirken sich stärker auf das Ergebnis aus als jede Handyeinstellung, denn die Kamera hält genau das fest, was vor ihr ist.

Aufräumen und Entpersonalisieren

Räumen Sie alles weg, was nicht ins Bild gehört: Kleinkram von Küchenzeile und Tischen, Kosmetik aus dem Bad, Schuhe an der Tür, Mülleimer, Wäscheständer, Ladegeräte und Kabel. Ziel ist ein sauberer, luftiger Raum, in dem sich der Käufer selbst vorstellen kann, nicht den Eigentümer. Nehmen Sie persönliche Fotos, Kinderzeichnungen und Kühlschrankmagnete von den Flächen.

Richten Sie Kissen, ziehen Sie die Tagesdecke glatt, schließen Sie Schrank- und Schubladentüren. Schiefe Bilder und ein verrutschter Lampenschirm fallen auf dem Foto viel stärker auf als in echt. Verkaufen Sie die Immobilie leer, rechnen Sie damit, dass leere Räume auf Fotos oft kleiner und kalt wirken — dann lohnt es sich, den Raum digital einzurichten per KI-Innenraumvisualisierung, oder sich im Artikel eine leere Wohnung vor dem Verkauf einrichten inspirieren zu lassen.

Licht im Raum und der Farbstich

Klären Sie noch vor dem Fotografieren das Licht. Der häufigste Fehler der mobilen Innenraumfotografie ist das Mischen von Tageslicht aus den Fenstern mit dem gelben Licht von Glühlampen und dem weißen Licht von Leuchtstoffröhren. Jede Quelle hat eine andere Farbtemperatur, und das Handy kommt beim automatischen Weißabgleich damit nicht zurecht — ein Teil des Bildes wird gelblich, ein Teil bläulich und das Ganze wirkt schmutzig.

Die Lösung ist einfach: Fotografieren Sie tagsüber bei ausreichend Tageslicht, schalten Sie jegliche künstliche Beleuchtung aus. Die Farben sind dann einheitlich und rein. Ist der Raum auch tagsüber dunkel und ohne Lampen nicht auszukommen, versuchen Sie zumindest, nicht verschiedene Leuchtmitteltypen zu mischen — vereinheitlichen Sie sie auf eine Art.

Handyeinstellungen

Hier trennt sich der zufällige Schnappschuss vom durchdachten Foto. Das meiste stellen Sie in der Standard-Kamera-App ein, eine spezielle App brauchen Sie nicht.

Raster (Grid) und gerade Linien

Aktivieren Sie in den Kameraeinstellungen das Raster. Es teilt das Bild in Drittel und gibt Ihnen vor allem eine Referenz für das Ausrichten senkrechter und waagerechter Linien. An den Senkrechten von Türzargen, Wandkanten und Fensterrahmen erkennen Sie, ob Sie das Handy schief halten. Gerade Linien sind es, die ein Innenraumfoto professionell machen.

Belichtung und Fokus sperren

Verlassen Sie sich nicht darauf, worauf das Handy von selbst scharfstellt. Tippen Sie auf dem Display auf die Stelle, die scharf und richtig belichtet sein soll — meist die Raummitte, nicht das Fenster. Durch längeres Halten des Fingers auf dieser Stelle sperren Sie Belichtung und Fokus (bei den meisten Handys erscheint ein Schloss oder der Hinweis AE/AF-Lock). Die Sperre verhindert, dass das Handy neu fokussiert und die Helligkeit jedes Mal ändert, wenn Sie sich ein wenig bewegen.

Ist die Szene zu dunkel oder überstrahlt, justieren Sie die Helligkeit von Hand — nach dem Tippen erscheint meist ein Belichtungsregler, mit dem Sie das Bild abdunkeln oder aufhellen. Bei Innenräumen lieber etwas unterbelichten als überbelichten: überstrahlte Fenster und Decken sind nicht mehr zu retten, aus Schatten holt man Details leichter heraus.

HDR: wann ja und wann nein

HDR verbindet mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung, um Details in Lichtern und Schatten zugleich zu halten. Bei Innenräumen eignet es sich genau in der häufigsten Situation — wenn Sie ein helles Fenster und eine dunklere Raumecke im Bild haben und in beidem Details sehen wollen. Dort schalten Sie HDR ein.

Wo Sie HDR eher ausschalten: Bei gleichmäßigem Licht ohne extremen Kontrast erzeugt HDR manchmal ein flaches, unnatürlich geglättetes Bild. Und Vorsicht bei Fotos mit Bewegung — HDR setzt mehrere Aufnahmen hintereinander zusammen, sodass alles Bewegte (eine Gardine im Wind, ein vorbeifahrendes Auto hinter dem Fenster) verwischt oder doppelt erscheinen kann. Dann ist eine saubere Einzelaufnahme besser.

Seitenverhältnis und Auflösung

Fotografieren Sie im Querformat und in einem Seitenverhältnis, das zu Immobilienportalen passt — meist 4:3, das den ganzen Sensor nutzt, oder 3:2. Meiden Sie das quadratische Format und extrem breite Panoramen; Portale schneiden sie zu oder verzerren sie.

Lassen Sie die Auflösung auf der höchsten Qualität, die das Handy bietet, und fotografieren Sie in ein Format, das nicht aggressiv komprimiert. Eine höhere Auflösung gibt Reserve für späteren Zuschnitt und die Perspektivkorrektur, bei der ein Stück Bild verloren geht. Setzen Sie aus den Fotos später einen Video-Rundgang zusammen, zahlt sich eine scharfe, ausreichend große Quelle doppelt aus.

Warum keinen Digitalzoom verwenden

Der Digitalzoom im Handy vergrößert optisch nichts — er schneidet nur die Bildmitte aus und zieht sie auseinander, sodass Sie Schärfe verlieren und Rauschen hinzukommt. Im Innenraum brauchen Sie den Zoom ohnehin nicht: Sie wollen den Raum möglichst weit zeigen, nicht herangeholt. Müssen Sie näher heran, machen Sie einen Schritt nach vorn. Hat Ihr Handy mehrere Objektive, nutzen Sie das Haupt- (das beste) Objektiv und das Weitwinkel nur mit Bedacht — zu dessen Tücken weiter unten.

Arbeit mit dem Licht

Tageslicht ist für Innenräume die beste Quelle, die Sie gratis zur Verfügung haben. Planen Sie das Fotografieren für die Zeit, in der am meisten natürliches Licht in die Wohnung fällt — bei sonnendurchfluteten Räumen kann es helfen zu warten, bis die Sonne nicht direkt ins Objektiv scheint, sonst entstehen Schleier und überstrahlte Stellen.

Öffnen Sie Vorhänge und Rollos vollständig, um maximales Licht hereinzulassen und zugleich Fenster und Ausblick zu zeigen. Dünne Gardinen können Sie hängen lassen, wenn sie grelles Sonnenlicht in weiches Licht streuen; schwere Vorhänge ziehen Sie beiseite. Meiden Sie das Fotografieren direkt gegen das Fenster — Gegenlicht macht aus dem Raum eine dunkle Silhouette. Stellen Sie sich lieber so, dass das Fenster seitlich oder hinter Ihnen ist.

Wie oben gesagt: künstliches Licht tagsüber lieber ausschalten wegen des Farbstichs. Geht es wirklich nicht anders, rechnen Sie damit, dass das Foto in der Nachbearbeitung nachjustiert werden muss und die Farbeinheitlichkeit nie so gut wird wie bei reinem Tageslicht.

Komposition und Perspektive

Die Einstellungen haben Sie, das Licht auch — jetzt geht es darum, wo Sie sich hinstellen und wie Sie das Handy halten. Genau hier entsteht der Eindruck von Raum.

Handy etwa auf Hüfthöhe

Der häufigste Fehler ist, aus Augenhöhe zu fotografieren, wie man natürlich steht. Ein Innenraum aus dieser Höhe wirkt gedrückt und läuft nach unten zusammen. Senken Sie das Handy tiefer, etwa auf Hüft- bis Brusthöhe. Aus dieser Höhe gewinnt der Raum optisch, der Boden bekommt mehr Platz und die Proportionen des Raums wirken natürlicher. Bei niedrigen Möbeln oder Details gehen Sie noch tiefer.

Senkrechte Linien gerade halten

Damit Wände nicht nach hinten kippen oder zusammenlaufen, halten Sie das Handy senkrecht — lotrecht zum Boden, nicht nach oben oder unten geneigt. Ein Neigen nach vorn oder hinten führt dazu, dass die senkrechten Kanten von Wänden und Türzargen auseinander- oder ineinanderlaufen. Das Raster auf dem Display hilft dabei: Richten Sie die Senkrechten im Bild an seinen Linien aus. Kleine Abweichungen korrigieren Sie danach in der Nachbearbeitung, aber je gerader Sie fotografieren, desto weniger Bild verlieren Sie bei der Korrektur.

Aus der Raumecke fotografieren

Am meisten Raum erfassen Sie, wenn Sie sich in die Ecke des Raums stellen und Richtung gegenüberliegende Ecke fotografieren. Der diagonale Blick zeigt zwei Wände und möglichst viel Boden, sodass Grundriss und Größe sofort ablesbar sind. Ein frontales Fotografieren auf eine einzelne Wand wirkt dagegen flach und verkleinert den Raum unnötig. Probieren Sie bei jedem Raum zwei gegenüberliegende Ecken und wählen Sie die, aus der mehr zu sehen ist.

Wovon Sie die Finger lassen sollten: Fischauge und übertriebenes Weitwinkel

Das Weitwinkelobjektiv verlockt, weil mehr ins Bild passt. Es hat aber zwei Tücken. Ein übertrieben weiter Blickwinkel verzerrt die Perspektive — Möbel an den Rändern werden in die Länge gezogen, der Raum wirkt aufgeblasen und unnatürlich. Und ein extremes Weitwinkel fügt eine fischaugenähnliche Verzeichnung hinzu, bei der sich gerade Linien wölben. Der Käufer nimmt das unbewusst als Täuschung wahr und ist bei der Besichtigung dann enttäuscht, dass die Wohnung kleiner ist als erwartet.

Nutzen Sie deshalb lieber das Hauptobjektiv und das Weitwinkel nur dort, wo der Raum wirklich eng ist und anders nicht ins Bild passt. Halten Sie auch dann das Handy gerade und korrigieren Sie eine etwaige Verzeichnung in der Bearbeitung. Ein naturgetreues Foto, an das eine reale Besichtigung anschließt, verkauft besser als ein effektvolles, aber irreführendes Weitwinkelbild.

Stativ und Stabilität

Verwackelte und unscharfe Fotos drücken den Eindruck einer Immobilie sofort. Im Innenraum ist meist weniger Licht, also verlängert das Handy die Verschlusszeit, und schon ein leichtes Zittern der Hand überträgt sich in Unschärfe.

Am besten ist ein kleines Stativ mit Handyhalterung. Neben der Schärfe erlaubt es, senkrechte Linien exakt auszurichten und über die Räume hinweg dieselbe Höhe und Komposition zu halten, sodass die Galerie einheitlich wirkt. Haben Sie kein Stativ, stützen Sie sich an einer Wand oder Türzarge ab, halten Sie das Handy mit beiden Händen am Körper und lösen Sie über den Selbstauslöser oder die Lautstärketaste aus, um beim Drücken nicht zu wackeln. Eine aktivierte Stabilisierung hilft, ersetzt aber keine feste Auflage.

Wie viele Fotos und welche Räume

Ziel ist nicht, alles zu fotografieren, sondern die Immobilie übersichtlich und einladend zu zeigen. Fotografieren Sie jeden wichtigen Raum aus mehreren Winkeln und wählen Sie die beste Aufnahme — in der Galerie sollten von jedem Raum ein bis zwei repräsentative Bilder sein, nicht fünf ähnliche.

Lassen Sie keinen Wohnraum aus: Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad und WC, Flur. Fügen Sie hinzu, was verkauft — den Ausblick, Balkon oder Terrasse, Stauraum, eine hochwertige Küchenzeile, den Kamin. Umgekehrt lohnt es nicht, die Galerie mit Details von Technikräumen und Speisekammern zu füllen, wenn sie nicht außergewöhnlich sind. Halten Sie eine logische Reihenfolge ein, in der ein Besucher die Immobilie durchgehen würde, damit die Galerie leicht den Grundriss im Kopf zusammensetzt. Ein einheitlicher Stil und die Reihenfolge zahlen sich auch dann aus, wenn Sie aus den Fotos später ein Video oder eine virtuelle Besichtigung erstellen lassen.

Schnelle Nachbearbeitung

Gute Nachricht: Die Bearbeitung von Innenraumfotos muss nicht kompliziert sein. Ziel sind Naturtreue und Sauberkeit, nicht Effekt. Das meiste schaffen Sie im Standardeditor direkt im Handy in wenigen Minuten.

  • Perspektivkorrektur. Richten Sie zuerst senkrechte Linien und den Horizont aus, damit die Wände gerade stehen. Die Funktion heißt meist Ausrichten, Perspektive oder Geometrie. Rechnen Sie damit, dass das Bild dabei leicht beschnitten wird — deshalb lohnt es, mit Reserve zu fotografieren.
  • Helligkeit und Belichtung. Hellen Sie Schatten auf, damit dunkle Ecken keine Details verlieren, und ziehen Sie überstrahlte Stellen an den Fenstern zurück, wenn möglich. Ziel ist eine ausgewogene, keine überbelichtete Aufnahme.
  • Weiß und Farben. Justieren Sie den Weißabgleich, damit weiße Wände wirklich weiß sind, nicht gelblich oder bläulich. Hier zahlt es sich aus, dass Sie beim Fotografieren keine Lichter gemischt haben.
  • Filter nicht übertreiben. Starke Filter, übersättigte Farben und extremer Kontrast machen aus den Fotos Werbung, der der Käufer nicht traut. Das Foto muss der Realität entsprechen, sonst folgt die Enttäuschung bei der Besichtigung.

Wollen Sie weiter gehen als bis zur Bearbeitung einzelner Fotos — etwa den leeren Raum mit Möbeln einrichten oder aus den Fotos ein Video erstellen — sehen Sie sich die Beispiele an, was alles aus einer gut fotografierten Galerie entsteht. Ein Tool wie ELIDAT setzt daraus fertige Video-Rundgänge und Visualisierungen zusammen, sodass sich die Investition in gute Fotos mehrfach auszahlt.

Häufige Fehler und warum sie schaden

  • Fotografieren aus Augenhöhe. Der Raum zieht sich optisch zusammen und wirkt kleiner. Senken Sie das Handy auf Hüfthöhe.
  • Schräg gehaltenes Handy und kippende Wände. Die senkrechten Linien laufen auseinander und das Foto wirkt amateurhaft. Handy senkrecht halten und am Raster kontrollieren.
  • Mischen von Tages- und Kunstlicht. Es entsteht ein Farbstich, der sich schwer korrigieren lässt. Tagsüber Kunstlicht ausschalten.
  • Fotografieren gegen das Fenster. Gegenlicht macht aus dem Raum eine dunkle Silhouette. Stellen Sie sich so, dass das Fenster seitlich oder hinter Ihnen ist.
  • Digitalzoom. Nimmt Schärfe und fügt Rauschen hinzu. Kommen Sie mit einem Schritt näher, nicht mit dem Zoom.
  • Übertriebenes Weitwinkel und Fischauge. Verzerren den Raum und wirken täuschend, nach der Besichtigung folgt Enttäuschung. Nutzen Sie das Hauptobjektiv.
  • Verwackelte Fotos. Im schwächeren Innenraumlicht zeigt sich das Zittern als Unschärfe. Nutzen Sie Stativ oder Auflage und den Selbstauslöser.
  • Übertriebene Filter. Das Foto entspricht nicht der Realität und senkt das Vertrauen. Bearbeiten Sie sparsam.

Diese Fehler zu vermeiden ist die halbe Miete — mehr zu den Schwachstellen von Inseraten finden Sie im Artikel Fehler in Immobilieninseraten.

Checkliste vor und beim Fotografieren

  1. Aufgeräumt und entpersonalisiert, Kissen und Decken gerichtet, Türen geschlossen.
  2. Tagsüber Kunstlicht aus, Vorhänge und Rollos geöffnet.
  3. Raster in der Kamera aktiviert.
  4. Handy auf dem Stativ oder mit fester Auflage, Auslösen per Selbstauslöser.
  5. Seitenverhältnis quer 4:3 oder 3:2, höchste Auflösung, kein Digitalzoom.
  6. Fokus und Belichtung durch Tippen gesperrt, Helligkeit eher dunkler eingestellt.
  7. HDR ein bei kontrastreichen Szenen mit Fenster, aus bei Bewegung und flachem Licht.
  8. Handy auf Hüfthöhe, senkrecht, aus der Ecke zur gegenüberliegenden Ecke fotografieren.
  9. Hauptobjektiv statt übertriebenem Weitwinkel.
  10. Nach dem Fotografieren Perspektive korrigieren, Helligkeit und Weiß justieren, Filter sparsam.

Gute Innenraumfotos vom Handy sind keine Frage teurer Technik, sondern der Vorbereitung und einiger Grundregeln, die schnell zur Routine werden. Beherrschen Sie sie, haben Sie eine starke Grundlage für das gesamte Inserat — und aus einer gut fotografierten Galerie entstehen dann leicht auch Video oder Visualisierung, die die Immobilie schneller verkaufen.

Häufige Fragen

Lässt sich ein Innenraum nur mit dem Handy hochwertig fotografieren?

Ja. Ein modernes Handy hat eine ausreichende Kamera; entscheidend sind Raumvorbereitung, Tageslicht, gerade senkrechte Linien, Fotografieren aus der Ecke auf Hüfthöhe und sparsame Bearbeitung. Teure Technik ist nicht nötig.

Soll ich bei Innenraumfotos HDR einschalten?

Schalten Sie es bei kontrastreichen Szenen ein, in denen ein helles Fenster und eine dunklere Ecke im Bild sind — es hält Details in Lichtern und Schatten. Schalten Sie es bei gleichmäßigem Licht aus und vor allem dort, wo sich etwas bewegt, da HDR mehrere Aufnahmen zusammensetzt und Bewegung verwischt.

Warum keinen Digitalzoom am Handy verwenden?

Der Digitalzoom vergrößert nicht optisch, sondern schneidet nur die Bildmitte aus und zieht sie auseinander, sodass Sie Schärfe verlieren und Rauschen hinzukommt. Im Innenraum wollen Sie den Raum möglichst weit zeigen — müssen Sie näher heran, machen Sie einen Schritt nach vorn.

Auf welcher Höhe halte ich das Handy beim Fotografieren von Innenräumen?

Etwa auf Hüft- bis Brusthöhe und senkrecht. Aus Augenhöhe zieht sich der Raum optisch zusammen; der tiefere Blick gibt dem Boden mehr Platz und die Raumproportionen wirken natürlicher und geräumiger.

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