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Was kostet Home Staging und wann lohnt es sich

Veröffentlicht 14. Juli 2026 · 12 Min. Lesezeit

Was kostet Home Staging? Das ist eine der ersten Fragen, sobald jemand sagt, eine Immobilie solle vor dem Verkauf „aufbereitet" werden. Und es ist eine Frage, auf die Ihnen niemand seriös mit einer einzigen Zahl antworten kann. Home Staging ist nämlich keine einzelne Leistung, sondern ein Bündel mehrerer eigenständiger Arbeiten — und je nachdem, wie viele davon Sie brauchen, bewegt sich der Preis von wenigen Dutzend bis zu mehreren Tausend Euro.

Dieser Artikel soll kein Verkaufsprospekt sein. Ziel ist, dass Sie danach zwei Dinge können: das Angebot einer Staging-Agentur in einzelne Posten zerlegen und erkennen, was darin überflüssig ist — und ausrechnen, ob sich die Investition bei Ihrer konkreten Immobilie überhaupt lohnt. Denn bei manchen Immobilien lohnt sie sich nicht, und auch das sagen wir hier offen.

Wir gehen durch, woraus der Preis entsteht, welche drei Preisstufen es gibt, was die Kosten nach oben treibt, wann Staging keinen Sinn ergibt und wie Sie eine eigene Rentabilitätsrechnung aufstellen. Preise nenne ich nur in Größenordnungen — die konkreten Beträge unterscheiden sich deutlich nach Region, Anbieter und Zustand der Immobilie, nehmen Sie sie also als grobe Orientierung.

Woraus sich der Preis für Home Staging zusammensetzt

Wenn Sie ein Angebot für Home Staging bekommen, bekommen Sie in der Regel eine einzige Zahl. Dahinter stecken jedoch mehrere eigenständige Posten. Es lohnt sich, sie zu kennen: Manche haben Sie vielleicht schon erledigt, andere schaffen Sie selbst, und wieder andere können Sie ganz streichen.

  • Erstberatung und Konzept. Besichtigung, Fotodokumentation, Vorschlag, welche Räume in welchem Stil eingerichtet werden. Bei manchen Anbietern ist die Beratung Teil des Auftrags, bei anderen wird sie separat berechnet — und wenn Sie das Staging dann nicht beauftragen, zahlen Sie sie trotzdem.
  • Entrümpelung und Grundreinigung. Abtransport überflüssiger Möbel und persönlicher Gegenstände, Fensterreinigung, Teppichreinigung. Das ist oft der größte versteckte Posten, vor allem bei bewohnten Immobilien, wo die Sachen irgendwo eingelagert werden müssen.
  • Kleine Reparaturen und Malerarbeiten. Bohrlöcher schließen, defekte Steckdose tauschen, Wände in einem neutralen Ton streichen. Ohne diesen Schritt ergibt Staging oft keinen Sinn — Sie können Möbel in einen ungepflegten Raum stellen, das Foto wirkt trotzdem müde.
  • Möbel- und Dekomiete. Der Kern des physischen Stagings. Abgerechnet wird entweder pauschal pro Auftrag oder — und das ist entscheidend — als Monatsmiete. Darauf kommen wir zurück, denn genau hier laufen Budgets am häufigsten aus dem Ruder.
  • Transport und Aufbau. Umzugshelfer, Fahrzeug, mehrere Stunden Stylistenarbeit vor Ort. Bei einer Wohnung im vierten Stock ohne Aufzug ist dieser Posten deutlich höher als beim Erdgeschosshaus mit Zufahrt bis zur Tür.
  • Fotos und Video. Staging ohne ordentliche Fotos ist rausgeworfenes Geld. Entweder engagieren Sie den Fotografen separat, oder das Shooting ist Teil des Pakets. Wie Sie dabei vorgehen, erklären wir im Artikel darüber, wie Sie eine Immobilie zum Verkauf fotografieren.
  • Abbau und Rücktransport. Dieser Posten wird am häufigsten vergessen. Die Möbel müssen nach dem Verkauf oder nach Mietende wieder abgeholt werden — der Transport fällt also zweimal an.

Wenn Sie das Angebot so aufschlüsseln, sehen Sie sofort zweierlei: wo Sie durch Eigenleistung sparen können und ob der Anbieter etwas berechnet, das Sie bei Ihrer Immobilie gar nicht brauchen.

Drei Preisstufen

1. Kosmetisches Staging in Eigenregie

Die günstigste und bei überraschend vielen Immobilien die vernünftigste Variante. Sie zahlen keine Möbelmiete — Sie arbeiten mit dem, was da ist, und nehmen vor allem Dinge heraus.

Was Sie dafür bekommen: eine entrümpelte, entpersonalisierte und saubere Immobilie. Weg sind Familienfotos, Kühlschrankmagnete, überfüllte Regale und überflüssige Möbel, die den Raum optisch verkleinern. Wände in neutralem Ton, saubere Fenster, abgestimmte Textilien, ein paar Dekostücke.

Kosten: im Bereich von einigen Dutzend bis niedrigen dreistelligen Eurobeträgen — Farbe, kleine Dekoration, eventuell ein Teppichreiniger für ein paar Stunden. Der Hauptaufwand ist Ihre Zeit.

Wie lange es dauert: ein Wochenende bis eine Woche, je nach Zustand der Immobilie und danach, wie viel weggeräumt werden muss.

Für welche Immobilie: eine möblierte Immobilie in ordentlichem Zustand im Standardsegment. Eine Wohnung, in der man leben kann und aus der Sie nur das „fremde" Leben herausnehmen müssen.

Grenzen: Mit einem völlig leeren Raum oder einem grundlegend veralteten Interieur vollbringen Sie keine Wunder. Und Vorsicht vor der eigenen Betriebsblindheit — nach zehn Jahren Wohnen sehen Sie nicht mehr, was zu viel ist. Bitten Sie jemanden von außen, es Ihnen ehrlich zu sagen.

2. Professionelles physisches Staging mit Mietmöbeln

Ein Stylist kommt, bringt Möbel, Teppiche, Lampen, Bilder, Textilien und Accessoires mit und richtet die Immobilie ein.

Was Sie dafür bekommen: einen komplett eingerichteten Raum, der live und auf Fotos funktioniert. Interessenten sehen bei der Besichtigung, wo das Bett hinpasst und wie ein Wohnzimmer aussieht, in dem man tatsächlich sitzen kann.

Kosten: bei einer Wohnung bewegt sich professionelles Staging üblicherweise im Bereich von mehreren Hundert bis einigen Tausend Euro, bei größeren Häusern und im Luxussegment auch darüber. Nochmals — als Orientierung; der konkrete Preis hängt von Region, Anbieter und Umfang ab.

Wie lange es dauert: von der Beratung bis zum fertigen Raum in der Regel ein bis zwei Wochen, der Aufbau selbst ist eine Sache von einem Tag.

Für welche Immobilie: eine leere Immobilie, in der man sich das Wohnen nur schwer vorstellen kann. Das gehobene und das Luxussegment, wo der Unterschied im Endpreis die Staging-Kosten um ein Vielfaches übersteigt. Immobilien, die schon länger ohne Resonanz am Markt hängen.

Grenzen: Preis, Zeit und — bei bewohnten Immobilien — Praktikabilität. Die Möbel müssen gepflegt werden, dürfen nicht beschädigt werden, und während der Mietdauer lässt sich in dem Raum faktisch nicht normal leben.

3. Virtuelles (KI-)Staging

Die Möbel werden digital ins Foto eingefügt. Physisch richtet niemand etwas ein.

Was Sie dafür bekommen: eingerichtete Fotos für das Inserat und soziale Netzwerke. Sie können mehrere Stile für verschiedene Zielgruppen erzeugen — moderner Minimalismus für Paare, praktische Einrichtung für Familien.

Kosten: im Cent- bis niedrigen Eurobereich pro Bild. Aktuelle Preise finden Sie in der Preisübersicht.

Wie lange es dauert: Minuten. Foto hochladen, Stil wählen, fertig.

Für welche Immobilie: praktisch für jede, die Sie online verkaufen — also für die überwiegende Mehrheit. Am stärksten wirkt es bei leeren Immobilien und bei Räumen, deren Grundriss schwer lesbar ist. Wie das funktioniert, zeigt die KI-Innenraumvisualisierung.

Grenzen: Und hier müssen wir ehrlich sein — virtuelles Staging ändert nichts am Eindruck der Besichtigung vor Ort. Der Interessent betritt eine leere Wohnung und sieht eine leere Wohnung. Wie Sie mit diesem Widerspruch umgehen, steht weiter unten.

Was den Preis nach oben treibt

Wenn Ihnen ein Angebot für physisches Staging hoch vorkam, steckt fast sicher etwas aus dieser Liste dahinter:

  • Größe und Anzahl der eingerichteten Räume. Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche sind die übliche Basis. Jeder weitere Raum erhöht den Preis — und nicht immer lohnt sich das, denn nicht jeder Raum verkauft.
  • Leere vs. möblierte Immobilie. Eine leere Immobilie muss komplett eingerichtet werden. Bei einer möblierten reicht oft Entrümpeln, ein paar Stücke ergänzen und umstellen — die Kosten sind ein Bruchteil.
  • Mietdauer der Möbel. Der am meisten unterschätzte Posten im ganzen Budget. Staging wird häufig monatlich abgerechnet. Verkaufen Sie nicht innerhalb eines Monats, zahlen Sie weiter. Fragen Sie immer: Wie lang ist die Mindestmietdauer, was kostet jeder weitere Monat, und was passiert, wenn sich der Verkauf ein halbes Jahr hinzieht?
  • Lage und Zugänglichkeit. Möbeltransport hundert Kilometer außerhalb der Großstadt kostet. Ebenso eine Wohnung ohne Aufzug, ein enges Treppenhaus oder keine Parkmöglichkeit am Eingang.
  • Luxussegment. In eine Premium-Immobilie können Sie keine billigen Möbel stellen — das sähe schlechter aus, als wenn sie leer bliebe. Hochwertige Stücke haben eine höhere Miete und einen höheren Versicherungswert.

Was Sie den Anbieter vor der Unterschrift fragen sollten

  1. Ist die Beratung im Preis enthalten, oder wird sie auch dann berechnet, wenn ich den Auftrag nicht erteile?
  2. Rechnen Sie die Möbel pauschal pro Auftrag ab oder monatlich? Wie lang ist die Mindestmietdauer?
  3. Was kostet jeder weitere Monat?
  4. Sind Fotos inklusive? Wie viele Bilder bekomme ich und in welcher Auflösung?
  5. Sind Abbau und Rücktransport im Preis, oder fällt der Transport zweimal an?
  6. Wer haftet für Schäden an den Möbeln während der Besichtigungen?

Wann sich Home Staging nicht lohnt

Das liest man in Artikeln über Home Staging selten, aber es ist wichtig. Es gibt Situationen, in denen das Geld fürs Staging zum Fenster hinausgeworfen ist:

  • Abrissobjekte oder Immobilien für die Komplettsanierung. Der Käufer kauft kein Interieur, er kauft das Grundstück oder die Gebäudehülle. Einen Raum einzurichten, der am nächsten Tag herausgerissen wird, ergibt keinen Sinn. Investieren Sie stattdessen in gute Fotos, einen Grundriss und Informationen zum Bebauungspotenzial.
  • Verkauf an Investoren. Der Käufer rechnet die Mietrendite und behandelt den Zustand des Interieurs nur als Posten im Sanierungsbudget. Emotionen spielen in seiner Entscheidung kaum eine Rolle.
  • Sehr gefragte Lage mit Nachfrageüberhang. Wenn in der Straße alles binnen zwei Wochen verkauft ist und mehrere Gebote über Angebotspreis eingehen, bringt Staging nichts, was Sie nicht auch ohne bekämen. Sparen Sie sich das Geld.
  • Bewusst unter Marktwert angebotene Immobilie. Ist der Preis so gesetzt, dass schnell verkauft wird, beschleunigt Staging nichts — die Immobilie ist bereits über den Preis attraktiv.
  • Bauträgerverkauf vom Grundriss. Die Wohnung existiert physisch noch nicht, es gibt also nichts einzurichten. Hier ergibt ausschließlich die Visualisierung Sinn.

In all diesen Fällen gilt aber trotzdem eines: Reinigung, Entpersonalisierung und gute Fotos lohnen sich immer. Das ist kein Home Staging, das ist die Grundhygiene eines Inserats.

So rechnen Sie die Rentabilität aus

Ich werde Ihnen nicht erzählen, dass Staging den Preis um irgendeinen Prozentsatz hebt — bei Ihrer konkreten Immobilie weiß das niemand, und die Zahlen, die dazu kursieren, sind meistens Marketing. Sie können aber eine eigene Rechnung aufstellen, die tatsächlich Sinn ergibt. Gehen Sie so vor.

Schritt 1: Rechnen Sie aus, was Sie ein zusätzlicher Monat am Markt kostet

Addieren Sie alles, was Sie für die Immobilie zahlen, solange sie nicht verkauft ist:

  1. Kreditrate — oder zumindest deren Zinsanteil, wenn Sie die Tilgung als Vermögensumschichtung betrachten.
  2. Energie und Nebenkosten. Auch eine leere Immobilie hat Grundgebühren.
  3. Hausgeld und Rücklagen der Eigentümergemeinschaft.
  4. Versicherung und Grundsteuer.
  5. Opportunitätskosten des Kapitals. Das ist der Posten, den fast alle vergessen. Läge der Verkaufserlös auf einem Tagesgeldkonto oder tilgte er einen anderen Kredit — wie viel wäre das pro Monat?

Die Summe ist Ihr monatlicher Preis des Wartens. Bei einer Wohnung mit laufender Finanzierung ist das oft eine Zahl, die überrascht.

Schritt 2: Schätzen Sie den üblichen Verhandlungsabschlag

Schauen Sie sich vergleichbare Immobilien in Ihrer Lage an: zu welchem Preis sie inseriert waren und zu welchem sie am Ende verkauft wurden. Die Differenz zwischen Angebots- und Kaufpreis ist der Verhandlungsspielraum, der real existiert. Rechnen Sie ihn in Euro auf Ihre Immobilie um.

Die entscheidende Logik: Eine Immobilie, die lange am Markt hängt, lässt sich deutlich schlechter verhandeln. Der Käufer sieht das Einstellungsdatum und weiß, dass Sie unter Druck stehen. Umgekehrt hält eine Immobilie, die ab der ersten Woche gefragt ist, ihren Preis besser.

Schritt 3: Vergleichen Sie

Jetzt haben Sie drei Zahlen:

  • Die Staging-Kosten je nach Stufe, die Sie erwägen.
  • Den monatlichen Preis des Wartens.
  • Den üblichen Verhandlungsabschlag in Ihrer Lage, in Euro.

Und die Frage lautet: Sind die Staging-Kosten geringer als das, was Sie ein bis zwei zusätzliche Monate am Markt kosten, plus das Risiko, im Preis nachgeben zu müssen?

Bei einer finanzierten Wohnung liegt der monatliche Preis des Wartens oft im mittleren dreistelligen Bereich. Professionelles Staging kostet ungefähr so viel wie einige solcher Monate. Verkürzt das Staging den Verkauf auch nur um einen Monat oder verhindert es einen Verhandlungsabschlag, stehen Sie auf null oder im Plus. Verkürzt es nichts, haben Sie draufgezahlt. Entscheiden Sie danach, wie Ihre Immobilie am Markt real dasteht — nicht danach, was ein Artikel sagt.

Beim virtuellen Staging ist diese Rechnung trivial. Die Kosten sind so niedrig, dass ein Bruchteil eines einzigen Wartetags sie deckt. Die Frage „lohnt sich das?" muss man praktisch gar nicht stellen.

Virtuelles Staging als vernünftiger Kompromiss

Die meisten Verkäufer stehen nicht vor der Wahl „professionelles Staging für mehrere Tausend Euro oder gar nichts". Sie stehen vor der Frage, wie sie ein begrenztes Budget aufteilen. Und hier gilt eine einfache Regel, die man sich merken sollte:

Virtuelles Staging verkauft das Inserat. Physisches Staging verkauft die Besichtigung.

Virtuelles Staging ist um Größenordnungen günstiger, in Minuten fertig und funktioniert für Fotos und Video — also genau dort, wo heute die Vorauswahl stattfindet. Der Käufer hakt eine Immobilie in wenigen Sekunden auf dem Handydisplay ab oder behält sie im Blick, und entscheidet dabei vor allem nach dem ersten Foto. Genau da entfaltet virtuelles Staging seine volle Wirkung.

Was es nicht leistet: Es ändert nichts am Eindruck der Besichtigung. Kommt der Interessent in eine leere, kalte Wohnung mit Hall, hilft ihm nicht, dass im Inserat ein schönes Sofa stand. Und wenn der Unterschied zwischen Visualisierung und Realität zu groß ist, kann es sogar gegen Sie arbeiten — Enttäuschung ist eine starke Emotion.

Deshalb sieht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis meist so aus:

  • Für Inserat und Video: virtuelles Staging. Günstig, schnell, in mehreren Varianten. Es ergänzt sich hervorragend mit einem Video-Rundgang, weil eingerichtete Räume im Video bewohnt wirken.
  • Für die Besichtigung: mindestens Reinigung, Entrümpelung und Entpersonalisierung. Idealerweise ein paar Möbelstücke und Textilien, damit der Raum nicht völlig kahl ist. Wie das auch mit kleinem Budget geht, zeigen wir im Artikel darüber, wie Sie eine leere Wohnung vor dem Verkauf einrichten.
  • Physisches Staging zusätzlich: nur wenn Immobilie und Budget es tragen. Einen ausführlichen Vergleich beider Ansätze finden Sie im Artikel Home Staging vs. virtuelles Staging.

Werkzeuge wie ELIDAT beherrschen heute beides — das Einrichten eines leeren Raums und das Zusammenstellen eines Video-Rundgangs aus Fotos —, sodass Sie den Online-Teil der Präsentation zu einem Bruchteil der Kosten eines physischen Stagings lösen.

Kennzeichnen Sie die Visualisierung immer

Das ist keine Formalie und keine freie Entscheidung. Wenn Sie im Inserat ein virtuell eingerichtetes Foto verwenden, muss klar erkennbar sein, dass es sich um eine illustrative Visualisierung handelt — idealerweise mit einem Hinweis direkt im Bild, nicht nur als versteckte Fußnote am Textende.

Dafür gibt es zwei Gründe. Der rechtliche: Eine nicht gekennzeichnete Visualisierung, die wie der reale Zustand aussieht, kann als irreführende Geschäftspraktik gewertet werden. Und der praktische: Ein Käufer, der bei der Besichtigung merkt, dass die Fotos ihn getäuscht haben, verliert das Vertrauen in das gesamte Angebot — und damit meist auch das Interesse. Eine gekennzeichnete Visualisierung hat dieses Problem nicht. Sie zeigt Potenzial, nicht Zustand, und so liest der Käufer sie auch.

Fazit

Der Preis für Home Staging ist keine einzelne Zahl — er ist die Summe von Posten, von denen Sie manche selbst erledigen und andere gar nicht brauchen. Zerlegen Sie das Angebot und fragen Sie vor allem, ob die Möbel monatlich abgerechnet werden.

Bevor Sie Geld ausgeben, machen Sie Ihre eigene Rechnung: Was kostet Sie ein Monat Warten, und wie groß ist der übliche Verhandlungsspielraum in Ihrer Lage? Liegen die Staging-Kosten unter ein bis zwei Wartemonaten, ergibt es Sinn. Verkaufen Sie ein Sanierungsobjekt, eine Anlagewohnung oder irgendetwas in einer Lage mit Nachfrageüberhang, sparen Sie sich das Geld und stecken Sie es in gute Fotos.

Und für die große Mehrheit der Verkäufer funktioniert der Kompromiss: virtuelles Staging fürs Inserat, Reinigung und Entpersonalisierung für die Besichtigung. Günstig, schnell und ehrlich — sofern Sie die Visualisierung kennzeichnen.

Häufige Fragen

Was kostet Home Staging für eine Wohnung?

Das hängt von der Stufe ab. Kosmetische Aufbereitung in Eigenregie kostet einige Dutzend bis niedrige dreistellige Eurobeträge, professionelles physisches Staging mit Mietmöbeln liegt üblicherweise im Bereich von mehreren Hundert bis einigen Tausend Euro, und virtuelles Staging kostet Cent- bis niedrige Eurobeträge pro Bild. Das sind grobe Größenordnungen; die konkreten Preise unterscheiden sich nach Region und Anbieter.

Wird Home Staging monatlich abgerechnet?

Die Möbelmiete sehr häufig ja. Fragen Sie immer nach der Mindestmietdauer und nach dem Preis jedes weiteren Monats — zieht sich der Verkauf hin, kann dieser Posten deutlich höher ausfallen als erwartet.

Wann lohnt sich Home Staging nicht?

Bei Abriss- und Komplettsanierungsobjekten, beim Verkauf an Investoren, in Lagen mit starkem Nachfrageüberhang und bei bewusst unter Marktwert angebotenen Immobilien. Reinigung, Entpersonalisierung und gute Fotos lohnen sich dort aber trotzdem.

Ersetzt virtuelles Staging das physische?

Nicht ganz. Virtuelles Staging verkauft das Inserat, physisches verkauft die Besichtigung. Der häufigste und günstigste Kompromiss ist virtuelles Staging für Fotos und Video plus Reinigung und Entpersonalisierung vor den Besichtigungen.

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